Der September ist ein wunderbarer Pflanzmonat. Die größte Sommerhitze ist meist vorbei, gleichzeitig ist der Boden noch angenehm warm. Neue Pflanzen können deshalb recht schnell Wurzeln bilden, ohne bei hohen Temperaturen ständig unter Trockenstress zu geraten.
Doch welche Blumen können Sie im September pflanzen? Bevor Sie sich in Farben und Blütenformen verlieben, lohnt sich ein genauer Blick auf den Standort. Denn die schönste Blume macht wenig Freude, wenn sie am falschen Platz steht. Schauen Sie also zuerst einmal: Wie viele Stunden Sonne bekommt das Beet oder der Balkon tatsächlich?
Blumen im September pflanzen: Was mag volle Sonne?
Auf einem sonnigen Platz fühlen sich Katzenminze, Schafgarbe und Sonnenhut wohl. Diese Stauden mögen Wärme und benötigen einen gut durchlässigen Boden. Vor allem Sonnenhut reagiert empfindlich, wenn seine Wurzeln im Winter dauerhaft nass stehen. Bei schwerem Lehmboden hilft deshalb eine Beimischung aus Sand oder feinem Splitt.
Katzenminze passt schön an Beetränder und lässt sich wunderbar mit Rosen kombinieren. Schafgarben bringen mit ihren flachen Blütendolden eine ganz andere Form ins Beet. Setzen Sie die Pflanzen nicht zu eng – ein wenig Luft zwischen den Stauden hilft ihnen, sich gesund zu entwickeln.


Welche Blumen eignen sich für den Halbschatten?
Ihr Beet bekommt nur morgens oder am späten Nachmittag Sonne? Kein Problem! Wenn Sie Stauden im September pflanzen möchten, eignen sich für den Halbschatten beispielsweise Purpurglöckchen, Bergenien und verschiedene Storchschnabel-Arten.
Purpurglöckchen wirken vor allem durch ihr farbiges Laub. Es gibt Sorten in frischem Grün, Karamell, Rot oder beinahe Schwarz. Bergenien sind robust und behalten bei vielen Sorten auch im Winter ihre kräftigen Blätter. Storchschnabel wächst je nach Sorte eher kompakt oder breitet sich als Bodendecker aus. Hier lohnt sich die genaue Sortenwahl.

Pflanzen für schattige Gartenbereiche
Auch schattige Ecken müssen nicht kahl bleiben. Elfenblumen, Lungenkraut und Farne bringen Leben unter Gehölze oder an die Nordseite des Hauses. Das Lungenkraut zeigt seine Blüten zwar erst im Frühjahr, kann aber bereits im September gepflanzt werden. Seine oft silbrig gezeichneten Blätter sind schon vorher ein hübscher Blickfang.
Elfenblumen eignen sich gut als Bodendecker unter Sträuchern. Allerdings ist Schatten nicht automatisch feucht: Unter großen Bäumen kann der Boden erstaunlich trocken sein. Prüfen Sie deshalb mit der Hand, wie sich die Erde anfühlt, und gießen Sie frisch gesetzte Pflanzen regelmäßig an.

Herbstbepflanzung für Balkon und Kübel
Wenn Sie sofort herbstliche Farbe möchten, sind Hornveilchen eine unkomplizierte Wahl für Balkonkästen und Gefäße. Sie vertragen Sonne bis Halbschatten und blühen bei passendem Wetter lange weiter. Schön wirken sie zusammen mit kleinen Gräsern oder Purpurglöckchen.


Achten Sie bei Kübeln unbedingt auf ein Abzugsloch. Im Herbst verdunstet weniger Wasser, und nasse Wurzeln werden schnell zum Problem. Ein Topf darf also hübsch aussehen – wichtiger ist aber, dass überschüssiges Gieß- und Regenwasser gut ablaufen kann.
Sie sehen schon: Wenn Sie Blumen im September pflanzen, entscheidet nicht nur die Jahreszeit, sondern vor allem der konkrete Platz. Falls Sie unsicher sind, bringen Sie einfach ein Foto vom Beet oder Balkon zum Floristen oder in die Gärtnerei mit. Gemeinsam lässt sich meist schnell herausfinden, welche Pflanzen dort wirklich gute Aussichten haben.
